Glossar: Fachbegriffe rund um Selbsttests, Psyche und Sucht
Das Glossar von check-dich-selbst.de erklärt 40 Fachbegriffe, die in Tests und Ratgebern vorkommen, geordnet nach Themen: Tests und Messung, Diagnose, Stimmung und Angst, Stress, Sucht, Schlaf, Essen und Gewicht sowie Hilfe und Versorgung. Jeder Begriff hat eine eigene Seite mit Quellen.
In Tests und Ratgebern zur seelischen Gesundheit tauchen Fachbegriffe auf, die nicht jeder kennt. Was heißt es, wenn ein Fragebogen eine hohe Sensitivität hat? Worin unterscheiden sich Psychiater und Psychologischer Psychotherapeut? Und was meint die Suchtmedizin mit Toleranz? Dieses Glossar erklärt 40 solcher Begriffe. Jeder hat eine eigene Seite mit einer kurzen Definition gleich im ersten Satz, ein paar Absätzen Hintergrund und den Quellen, auf die sich die Erklärung stützt. Die Begriffe sind nach Themen sortiert.
Tests und Messung
Diese Begriffe helfen dir, ein Testergebnis richtig zu lesen. Kein Test ist fehlerfrei: Manchmal wird eine Erkrankung übersehen, manchmal ist ein Befund auffällig, obwohl die Person gesund ist. Fachleute sprechen dann von einem falsch-negativen oder falsch-positiven Befund [1]. Wie oft das passiert, beschreiben Sensitivität und Spezifität.

- Screening: Untersuchung von Menschen ohne Beschwerden, um eine Erkrankung früh zu entdecken, und was ein auffälliges Ergebnis bedeutet.
- Selbsttest: ein Fragebogen, den du allein ausfüllst und auswertest, und warum er keine Diagnose ersetzt.
- Cut-off-Wert: die Grenze, ab der ein Ergebnis als auffällig gilt, und wie solche Grenzen festgelegt werden.
- Sensitivität: der Anteil der Erkrankten, die ein Test richtig erkennt, mit Rechenbeispiel.
- Spezifität: der Anteil der Gesunden, die ein Test richtig als gesund einstuft, und warum auffällige Ergebnisse oft Fehlalarme sind.
- Validierung eines Fragebogens: die Prüfung, ob ein Fragebogen misst, was er messen soll.
- Reliabilität: wie zuverlässig ein Test unter gleichen Bedingungen dasselbe Ergebnis liefert.
- Fragebogen: eine feste Folge von Fragen mit vorgegebenen Antworten und ihr Einsatz in Praxis und Forschung.
- Likert-Skala: abgestufte Antworten von Zustimmung bis Ablehnung und worauf es bei ihnen ankommt.
- Punktwert: wie aus deinen Antworten eine Zahl wird und was sie aussagt.
Diagnose und Klassifikation
Eine Diagnose stellen Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeuten nach festen Kriterien. Grundlage ist die Internationale Klassifikation der Krankheiten der WHO. Ihre elfte Fassung trat am 01.01.2022 grundsätzlich in Kraft, in Deutschland bleibt die ICD-10 aber vorerst die gültige amtliche Klassifikation [2].
- Differenzialdiagnose: wie Fachleute ähnliche Erkrankungen gegeneinander abgrenzen.
- ICD-11: was die neue Klassifikation ist und warum in Deutschland noch die ICD-10-GM gilt.
Stimmung, Angst und Aufmerksamkeit
Hier stehen die Krankheitsbilder, zu denen es auf check-dich-selbst.de Tests und Ratgeber gibt. Die Seiten nennen die Merkmale, die Fachleute prüfen, und zeigen, wo du Hilfe bekommst.
- Depression: was der Begriff in der Medizin bedeutet, welche Anzeichen und Formen es gibt.
- Depressive Episode: welche Kriterien für eine solche Phase gelten und wie Schweregrade unterschieden werden.
- Generalisierte Angststörung: wenn Sorgen über viele Lebensbereiche kaum noch aufhören.
- Panikstörung: wiederkehrende Angstattacken und die Sorge vor der nächsten.
- Soziale Phobie: starke Angst, von anderen geprüft oder kritisiert zu werden.
- Zwangsstörung: Gedanken oder Handlungen, die sich immer wieder aufdrängen.
- ADHS: wofür die Abkürzung steht, welche Kernmerkmale dazugehören und wer die Diagnose stellt.
Stress und seelische Stärke
Burnout beschreibt die WHO als Syndrom, das aus chronischem Stress am Arbeitsplatz entsteht, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Als Krankheit stuft sie es ausdrücklich nicht ein [3].
- Burnout: was der Begriff bedeutet und wie die ICD-11 ihn einordnet.
- Resilienz: was Menschen hilft, trotz Krisen psychisch gesund zu bleiben.
- Selbstwert: die Meinung, die du von dir selbst hast, und was einen niedrigen Selbstwert prägt.
Sucht und Konsum
Die Suchtbegriffe bauen aufeinander auf. Riskanter Konsum beschreibt eine erhöhte Gefahr, bevor ein Schaden eingetreten ist. Toleranz, Entzug und Craving gehören zu den Merkmalen, an denen Fachleute eine Abhängigkeit erkennen. Abhängig machen kann auch ein Verhalten wie Glücksspiel.
- Abhängigkeit: wie Fachleute eine Abhängigkeit erkennen.
- Riskanter Konsum: die Abgrenzung zu Missbrauch und Abhängigkeit.
- Toleranz (Sucht): warum man für dieselbe Wirkung mit der Zeit mehr braucht.
- Entzug: Beschwerden, wenn eine gewohnte Substanz wegfällt, und warum ein Alkoholentzug ärztlich begleitet wird.
- Craving: das starke, drängende Verlangen nach einem Suchtmittel.
- Verhaltenssucht: Sucht ohne Substanz und was die ICD-11 davon anerkennt.
Schlaf
- Insomnie: ab wann Fachleute bei Ein- und Durchschlafproblemen von einer Schlafstörung sprechen.
- Chronotyp: ob deine innere Uhr eher früh oder spät tickt und wie man das misst.
- Schlafapnoe: Atemaussetzer im Schlaf, ihre Anzeichen und Folgen.
Essen und Gewicht
- Body-Mass-Index (BMI): wie die Zahl berechnet wird, welche Grenzwerte gelten und was sie nicht verrät.
- Essstörung: Formen, Häufigkeit und Hilfe bei gestörtem Essverhalten.
- Orthorexie: die starke Fixierung auf gesundes Essen und wie Fachleute sie einordnen.
Hilfe und Versorgung
Wer sich Hilfe holen will, trifft auf Berufsbezeichnungen und Angebote, die leicht zu verwechseln sind. Die Seiten erklären, wer was macht und wie du hinkommst. Alle geprüften Telefonnummern stehen auf der Seite Hilfe finden.
- Psychotherapie: wer sie anbieten darf, welche Verfahren die Kasse zahlt und wie du anfängst.
- Psychiater: was Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie machen und wie sie sich abgrenzen.
- Psychologischer Psychotherapeut: was hinter der Berufsbezeichnung steckt.
- Hausärztliche Versorgung: welche Rolle die Hausarztpraxis bei seelischen Beschwerden spielt.
- Krisendienst: was ein Krisendienst ist und wann er hilft.
- Telefonseelsorge: wie das Gesprächsangebot am Telefon und online funktioniert.
So nutzt du das Glossar
Die Begriffsseiten sind kurz gehalten und verweisen auf verwandte Begriffe, auf passende Tests und auf Ratgeber, die ein Thema ausführlicher behandeln. Wenn du gerade ein Testergebnis vor dir hast, lies zuerst Cut-off-Wert und Punktwert. Danach weißt du, was die Zahl und die Stufe bedeuten. Eine Erklärung im Glossar ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Psychotherapeutin.
- Behörde Vor- und Nachteile von Früherkennungsuntersuchungen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.04.2022. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde ICD-11. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ohne Datum. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Burn-out an "occupational phenomenon": International Classification of Diseases. Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 28.05.2019. abgerufen am 28.10.2026
Passt dazu
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Screening
Screening heißt, Menschen ohne Beschwerden zu untersuchen, um eine Krankheit früh zu finden.
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Selbsttest
Ein Selbsttest ist ein Fragebogen, den du allein ausfüllst und auswertest.
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Cut-off-Wert
Ein Cut-off-Wert ist die Grenze, ab der ein Testergebnis als auffällig gilt.
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Tests Glücksspiel-Test
Glücksspiel-Check mit 10 Fragen zu Einsätzen, Verlusten, Kontrolle und Folgen.