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Glücksspiel-Test: Hast du dein Spielen noch im Griff?

Der Glücksspiel-Check stellt dir 10 Fragen zu den letzten 12 Monaten: ob du Verlusten hinterherjagst, Einsätze steigerst, Grenzen überschreitest oder dein Spielen verheimlichst. Je mehr Punkte, desto mehr Anzeichen für ein problematisches Spielverhalten. Eine Diagnose ist das nicht, bei einem hohen Ergebnis hilft dir die kostenfreie Telefonberatung des BIÖG weiter.

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Glücksspiel-Check

10 Fragen · etwa 3 Minuten · letzte 12 Monate

  1. Denk an die letzten 12 Monate.Kreisen deine Gedanken ums Spielen, auch wenn du gerade nicht spielst, etwa beim Planen der nächsten Wette oder bei der Frage, woher du Geld dafür bekommst?
  2. Denk an die letzten 12 Monate.Kommen dir Einsätze, die früher üblich waren, inzwischen zu klein vor?
  3. Denk an die letzten 12 Monate.Denkst du nach einem Verlust zuerst daran, ihn mit dem nächsten Spiel wettzumachen?
  4. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du dir Grenzen für Zeit oder Geld gesetzt und sie dann doch überschritten?
  5. Denk an die letzten 12 Monate.Wirst du unruhig oder gereizt, wenn du weniger spielen willst oder gerade nicht spielen kannst?
  6. Denk an die letzten 12 Monate.Spielst du, um Sorgen, Stress oder Traurigkeit zu vergessen?
  7. Denk an die letzten 12 Monate.Verschweigst du anderen, wie oft du spielst oder wie viel du verloren hast, oder erzählst du etwas anderes?
  8. Denk an die letzten 12 Monate.Spielst du länger als geplant, sodass Schlaf, Essen, Arbeit oder Verabredungen zu kurz kommen?
  9. Denk an die letzten 12 Monate.Hat das Spielen zu Streit in der Partnerschaft oder Familie oder zu Problemen bei der Arbeit oder in der Ausbildung geführt?
  10. Denk an die letzten 12 Monate.Musstest du dir wegen des Spielens Geld von anderen leihen, um Miete, Rechnungen oder Schulden zu bezahlen?

Deine Antworten bleiben in diesem Browser. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Grundlage: eigener Check von check-dich-selbst.de nach den Merkmalen einer Glücksspielstörung im DSM-5, nicht wissenschaftlich validiert.

So wird ausgewertet

Der Check ist für Erwachsene gedacht, die in den letzten 12 Monaten um Geld gespielt haben, egal ob Lotto, Rubbellose, Sportwetten, Spielautomaten, Poker oder Online-Casino. Er hat 10 Fragen. Jede Antwort bringt 0 bis 3 Punkte: Nie 0, Selten 1, Manchmal 2, Oft 3. Zusammen sind es 0 bis 30 Punkte.

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0 bis 3Wenige HinweiseDein Spielen wirkt nach deinen Antworten weitgehend kontrolliert.
4 bis 9Einige HinweiseErste Warnzeichen tauchen auf. Setz dir feste Grenzen und beobachte, ob du sie einhältst.
10 bis 17Deutliche HinweiseMehrere Anzeichen kommen regelmäßig vor. Eine Beratung ist jetzt sinnvoll.
18 bis 30Viele HinweiseDas Muster passt zu einem problematischen Spielverhalten. Hol dir bitte Unterstützung.

Die Grenzen haben wir selbst gesetzt, an einer Studie geprüft sind sie nicht. Bis 3 Punkte heißt: höchstens drei Fragen mit "Selten" oder eine einzige mit "Oft". Ab 10 Punkten müssen mehrere Anzeichen regelmäßig auftreten. Die Stufe "Einige Hinweise" ist bewusst weit gefasst. Im Bericht zum Glücksspiel-Survey 2023 wird eine Bevölkerungsstudie (Browne u. a. 2017) angeführt, nach der 85 Prozent der gesellschaftlichen Schadensbelastung auf Spielende mit geringem oder mittlerem Risiko entfallen, weil es von ihnen sehr viel mehr gibt als von Spielenden mit einer Störung [1]. Auch bei wenigen Anzeichen lohnt sich deshalb ein genauer Blick.

Was der Check misst und woher er stammt

Der Glücksspiel-Check ist ein eigener Fragebogen von check-dich-selbst.de. Er ist nicht wissenschaftlich validiert und stellt keine Diagnose. Er eignet sich, um das eigene Spielverhalten mit den Merkmalen abzugleichen, die Fachleute für eine Glücksspielstörung beschreiben, und um zu entscheiden, ob du dir Rat holen willst.

Die Fragen übersetzen diese Merkmale in eigene Worte. Nach dem psychiatrischen Klassifikationsmanual DSM-5 liegt eine "Störung durch Glücksspielen" vor, wenn innerhalb von 12 Monaten mindestens vier von neun Kriterien erfüllt sind [1]. Dazu gehören immer höhere Einsätze, um die gewünschte Spannung zu erreichen, Unruhe und Reizbarkeit beim Versuch, weniger zu spielen, wiederholte erfolglose Versuche, das Spielen zu kontrollieren, und eine starke gedankliche Beschäftigung mit dem Spielen [1]. Weitere Kriterien sind Spielen in belastenden Gefühlslagen, das Zurückkehren am nächsten Tag, um Verluste auszugleichen, Lügen über das Ausmaß, die Gefährdung von Beziehung, Arbeit oder Ausbildung und das Angewiesensein auf Geld von anderen [1]. Je nach Zahl der erfüllten Kriterien unterscheidet das DSM-5 eine leichte (vier bis fünf), mittlere (sechs bis sieben) und schwere Störung (acht bis neun) [1]. In der deutschen Diagnoseliste ICD-10-GM heißt die Störung "Pathologisches Spielen" (F63.0). Gemeint ist häufiges, wiederholtes Glücksspiel, das die Lebensführung bestimmt und zum Verfall sozialer, beruflicher, materieller und familiärer Werte und Verpflichtungen führt [2].

In der Forschung werden auch fertige Fragebögen eingesetzt, etwa der kanadische Problem Gambling Severity Index [1]. Seine Fragen und Grenzwerte übernehmen wir nicht. Unser Check zählt die Antworten zu allen zehn Fragen zusammen, er bildet also nicht die Zählung des DSM-5 nach.

Grenzen des Tests

Ein Selbsttest ist nur so genau wie deine Antworten. Sei bei den Fragen zu Verlusten und Geheimnissen besonders ehrlich, sonst fällt das Ergebnis zu günstig aus. Der Check fragt nicht nach Beträgen, weil dieselbe Summe für den einen Taschengeld und für die andere eine Monatsmiete ist. Er unterscheidet auch nicht zwischen Spielformen, obwohl das Risiko je nach Spiel sehr verschieden ist (mehr dazu weiter unten).

Ein niedriges Ergebnis schließt nicht aus, dass sich ein Problem anbahnt, besonders wenn du erst seit Kurzem spielst. Ein hohes Ergebnis ersetzt keine Diagnose, ist aber ein ernstes Zeichen. Wenn du für jemand anderen antwortest, etwa für deinen Partner, ist das Ergebnis nur eine grobe Schätzung.

Wann du dir Unterstützung holen solltest

Hol dir Rat, wenn du 10 Punkte oder mehr hast, wenn du Schulden durch das Spielen hast oder wenn du merkst, dass du deine eigenen Grenzen nicht einhalten kannst. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bietet eine kostenfreie, bundesweite Telefonberatung an: 0800 1 37 27 00, Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Sie ist für Spielende und für Angehörige da [5]. Auf check-dein-spiel.de gibt es außerdem eine anonyme Online-Beratung, ein Beratungsprogramm für Betroffene und eines für Angehörige [3]. Weitere Anlaufstellen findest du unter Hilfe finden.

Welche Glücksspiele besonders riskant sind

Glücksspiel ist in Deutschland verbreitet. Für den Glücksspiel-Survey 2025 wurden zwischen August und November 2025 insgesamt 12.340 Menschen zwischen 16 und 70 Jahren befragt. 36,4 Prozent hatten in den letzten 12 Monaten mindestens einmal um Geld gespielt, Männer mit 40,4 Prozent häufiger als Frauen mit 32,4 Prozent [6]. Am beliebtesten war LOTTO 6aus49: Beinahe jede fünfte Person hat mindestens einmal einen Spielschein gekauft (18,3 Prozent) [6]. Für die meisten bleibt das ein Freizeitvergnügen. Bei 2,2 Prozent der 18- bis 70-Jährigen war nach den Kriterien des DSM-5 eine Störung durch Glücksspielen erkennbar, bei Männern mit 3,2 Prozent häufiger als bei Frauen mit 1,1 Prozent [6]. Weitere 5,5 Prozent erfüllten ein bis drei Kriterien, bei ihnen ist ein riskantes Spielverhalten nicht auszuschließen [6]. Seit 2021 hat sich der Anteil kaum verändert, er lag 2021 bei 2,3 und 2023 bei 2,4 Prozent [6].

Ein Paar in den Fünfzigern spaziert bei Sonnenuntergang an einer ruhigen Uferpromenade
Bild: KI-generiert

Das Risiko hängt stark vom Spiel ab. Als riskante Glücksspielformen fasst der Survey Automatenspiele, Kasinospiele, Sportwetten und KENO zusammen. In den 12 Monaten vor der Befragung hat mindestens eine davon 7,5 Prozent der Bevölkerung gespielt [6]. Unter den Menschen, die virtuelle Automatenspiele nutzen, hatten 32,5 Prozent eine Störung durch Glücksspielen, unter denen an Glücksspielautomaten 28,1 Prozent, bei Live-Sportwetten 27,0 Prozent und an Geldspielautomaten 23,4 Prozent [6]. Schnelle Spiele wie Spielautomaten, bei denen ein Spiel dem nächsten in kurzen Abständen folgt, gelten nach Studien als größter Risikofaktor für problematisches Spielverhalten [1]. Ein weiterer Risikofaktor ist ein Glücksspielproblem in der eigenen Familie [1].

Woran du die ersten Anzeichen erkennst, beschreibt das BIÖG so: Du verlierst die Kontrolle über dein Spielverhalten, Versuche aufzuhören scheitern, du willst Gewinne unbedingt wiederholen oder blendest Verluste aus, und es kommt zu Geldsorgen oder Problemen mit Menschen in deinem Umfeld [3]. Ausführlicher erklärt das der Ratgeber Glücksspielsucht: Anzeichen und Hilfe.

Selbstsperre über OASIS

In Deutschland kannst du dich über das bundesweite Sperrsystem OASIS selbst vom Glücksspiel ausschließen lassen. Die Sperre gilt bei allen legalen Anbietern, auch im Internet. Angeschlossen sind Lotteriegesellschaften, Spielbanken, Spielhallen, lizenzierte Wettbüros und Online-Anbieter mit deutscher Erlaubnis [4]. Beantragen kannst du sie beim Regierungspräsidium Darmstadt, das OASIS betreibt, oder direkt beim Anbieter, in Spielhallen auch vor Ort [4]. Aufheben lässt sich eine Selbstsperre frühestens nach drei Monaten [4].

Paar in den Dreißigern sitzt am Küchentisch mit Notizblock und Kaffee und bespricht etwas in Ruhe
Bild: KI-generiert

Der Notfallknopf bei Online-Anbietern sperrt dich nur für 24 Stunden. Das BIÖG rät deshalb, zusätzlich eine richtige Selbstsperre zu beantragen [4]. Anbieter ohne deutsche Lizenz sind an OASIS nicht angeschlossen und schützen dich nicht verlässlich [4]. Angehörige können eine Fremdsperre beantragen, wenn eine Glücksspielsucht oder Überschuldung vorliegt. Dafür braucht es Nachweise wie Kontoauszüge, und die betroffene Person wird angehört [4].

Glücksspiel zählt zu den Verhaltenssüchten. Was das bedeutet, erklärt das Glossar unter Verhaltenssucht. Wenn dich eher Einkaufen nicht loslässt, passt der Kaufsucht-Test. Für Jugendliche, bei denen eher Computerspiele eine Rolle spielen, gibt es den Ratgeber Gaming-Sucht.

  1. Studie Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung: Ergebnisse des Glücksspiel-Survey 2023. Buth, Meyer, Rosenkranz, Kalke; Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) Hamburg und Universität Bremen. Stand März 2024. abgerufen am 27.10.2026
  2. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Block F60 bis F69, F63.0 Pathologisches Spielen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 2026. abgerufen am 27.10.2026
  3. Behörde Check dein Spiel: Informieren, testen, Hilfe finden. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  4. Behörde Sich sperren lassen. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), check-dein-spiel.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  5. Behörde Beratungstelefon zur Glücksspielsucht. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  6. Studie Pressemitteilung und wichtige Ergebnisse des Glücksspiel-Survey 2025. Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) Hamburg und Universität Bremen, Arbeitseinheit Glücksspielforschung. Stand 11.03.2026. abgerufen am 28.10.2026

Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.

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