So entstehen unsere Tests
Fragebögen aus der Forschung übernehmen wir nur mit Erlaubnis des Rechteinhabers und unverändert. Alle anderen Tests sind eigene Checks und als solche gekennzeichnet. Jede Gesundheitsaussage ist mit einer Quelle belegt, jeder Text wird in einem zweiten Durchgang auf Fakten geprüft.
Hier steht, nach welchen Regeln die Tests auf check-dich-selbst.de und in den acht Themenwelten wie Stress und Burnout ausgewählt, gebaut und geprüft werden. Die Regeln gelten für jeden Test, jeden Check und jeden Rechner.
Wie wir Tests auswählen
Am Anfang steht eine Frage, die sich viele stellen, etwa ob die eigene Niedergeschlagenheit noch im normalen Rahmen liegt oder ob man zu viel trinkt. Dann suchen wir, ob es dazu einen Fragebogen aus der Forschung gibt, den Laien verstehen und allein ausfüllen können. Fragebögen, für die eine zweite Person, eine Messung oder eine Zeichnung nötig ist, eignen sich nicht als Online-Test, auch wenn sie in Praxen verbreitet sind.
Fragebögen aus der Forschung: nur mit Erlaubnis und unverändert
Viele bekannte Fragebögen sind urheberrechtlich geschützt. Bevor wir einen davon nutzen, prüfen wir an der Quelle des Rechteinhabers, ob wir ihn verwenden dürfen. Beim PHQ-9 und beim GAD-7 ist das so: Pfizer erklärt, dass für das Vervielfältigen, Übersetzen, Anzeigen und Verbreiten dieser Fragebögen keine Genehmigung nötig ist [1]. Andere Fragebögen dürfen gewerblich nur mit Lizenz genutzt werden, bei einigen ist die Lage unklar. Diese bauen wir nicht nach.
Einen freigegebenen Fragebogen übernehmen wir unverändert: den Wortlaut der geprüften deutschen Fassung, die Antwortmöglichkeiten, die Auswertung und die Grenzwerte. Grenzwerte nennen wir nur, wenn die Originalquelle sie angibt. Beim PHQ-9 beschreibt die Validierungsstudie von Kroenke, Spitzer und Williams Werte ab 5, 10, 15 und 20 als leichte, mittlere, mittelschwere und schwere Ausprägung. Ein Wert ab 10 hatte dort eine Sensitivität und eine Spezifität von je 88 Prozent für eine Major Depression [2]. Von 100 Menschen mit dieser Diagnose lagen also 88 bei 10 oder darüber, von 100 Menschen ohne sie 88 darunter. Auf der Testseite stehen Quelle und Copyright-Hinweis.
Eigene Checks
Zu vielen Themen gibt es keinen Fragebogen, den wir verwenden dürfen. Dann schreiben wir einen eigenen Check mit 6 bis 15 Fragen. Die Fragen formulieren wir selbst, ohne sie aus geschützten Fragebögen abzuschreiben oder umzuformulieren. Jeder Check heißt "Check" und sagt auf seiner Seite in einem Satz, dass er kein validierter Fragebogen ist. Die Stufen der Auswertung beschreiben wir zurückhaltend, etwa mit "eher wenig" oder "deutlich", und begründen, warum die Grenzen dort liegen. Bezeichnungen wie "wissenschaftlich validiert" trägt nur ein Fragebogen, der unverändert übernommen ist und zu dem wir eine Validierungsstudie nennen.
Quellen, Faktencheck und Prüfdatum
Jede Aussage zur Gesundheit stützt sich auf eine Quelle, die wir selbst geöffnet haben: eine Leitlinie, eine Behörde, eine Fachgesellschaft, eine Originalstudie oder den Rechteinhaber des Fragebogens. Die Quellen stehen nummeriert am Ende der Seite, jeweils mit Abrufdatum. Was sich nicht belegen lässt, steht nicht auf der Seite.

Nach dem Schreiben geht jeder Text durch einen zweiten, getrennten Durchgang, der nur die Fakten prüft. Dabei wird verglichen, ob Zahlen, Grenzwerte und Telefonnummern mit den Quellen übereinstimmen und ob die Auswertung zum Fragebogen passt. Erst danach geht die Seite online. Unter jedem Test steht, wann er zuletzt geprüft wurde. Ändert sich eine Quelle, etwa eine Leitlinie oder eine Kassenleistung, überarbeiten wir die Seite und setzen ein neues Prüfdatum.
Auswertung im Browser
Die Tests laufen in deinem Browser. Dort werden deine Antworten gezählt und ausgewertet, an unseren Server gehen sie nicht. Die Besucherstatistik mit Matomo zählt Seitenaufrufe ohne Cookies und erfasst keine Antworten. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Was Selbsttests nicht können
Auch ein guter Fragebogen ersetzt keine Untersuchung. Fragebögen irren sich in beide Richtungen: Manchmal übersehen sie Beschwerden, die da sind, manchmal schlagen sie an, obwohl die Person gesund ist. Fachleute sprechen von falsch-negativen und falsch-positiven Befunden [3]. Außerdem erfasst ein Fragebogen nur, wonach er fragt. Das Manual zur deutschen Fassung des PHQ nennt ein Beispiel: Für die Diagnose einer Major Depression muss unter anderem ausgeschlossen werden, dass die Beschwerden von einer einfachen Trauerreaktion, einer körperlichen Erkrankung, Medikamenten oder Drogen herrühren. Das Manual sieht den Fragebogen deshalb in Kombination mit dem ärztlichen Gespräch [4].
Jede Testseite sagt darum, wann du dir Unterstützung holen solltest. Tests, die nach Gedanken an den Tod oder an Selbstverletzung fragen, zeigen bei jeder zustimmenden Antwort sofort einen Hinweis auf Hilfe, unabhängig von der Gesamtpunktzahl. Anlaufstellen stehen auf der Seite Hilfe finden. Was Früherkennung und Screening allgemein leisten, erklärt der Ratgeber Was ein Screening kann und was nicht.
- Patient Health Questionnaire (PHQ) Screeners: Select a Screener. Pfizer Inc.. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Studie The PHQ-9: validity of a brief depression severity measure (Kroenke, Spitzer, Williams), J Gen Intern Med 16:606 bis 613, PMID 11556941. Journal of General Internal Medicine. Stand 2001. abgerufen am 27.10.2026
- Behörde Vor- und Nachteile von Früherkennungsuntersuchungen. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 20.04.2022. abgerufen am 27.10.2026
- Gesundheitsfragebogen für Patienten (PHQ-D), Manual Komplettversion und Kurzform, 2. Auflage. Löwe, Spitzer, Zipfel, Herzog; © Pfizer. Stand 2002. abgerufen am 27.10.2026
Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.
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