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Alkohol-Test: Wie riskant ist dein Umgang mit Alkohol?

Der Alkohol-Check stellt dir 10 Fragen zu den letzten 12 Monaten: wie oft und wie viel du trinkst, warum du trinkst und ob du die Kontrolle behältst. Je mehr Punkte, desto mehr spricht für einen riskanten Umgang mit Alkohol. Eine Diagnose ist das nicht, aber ein guter Anlass, genauer hinzuschauen oder mit deiner Hausarztpraxis oder einer Suchtberatung zu sprechen.

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Alkohol-Check

10 Fragen · etwa 3 Minuten · letzte 12 Monate

  1. Denk an die letzten 12 Monate.An wie vielen Tagen in einer normalen Woche trinkst du Alkohol?
  2. Denk an die letzten 12 Monate.Wie oft trinkst du bei einer Gelegenheit vier oder mehr Gläser (als Frau) beziehungsweise fünf oder mehr Gläser (als Mann)?
  3. Denk an die letzten 12 Monate.Trinkst du am Ende mehr, als du dir vorher vorgenommen hattest?
  4. Denk an die letzten 12 Monate.Spürst du einen starken Drang, etwas zu trinken, zum Beispiel nach Feierabend oder in bestimmten Situationen?
  5. Denk an die letzten 12 Monate.Brauchst du heute mehr Alkohol als früher, bis du eine Wirkung merkst?
  6. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du dir vorgenommen, weniger zu trinken oder eine Pause zu machen, und es hat nicht geklappt?
  7. Denk an die letzten 12 Monate.Trinkst du in Situationen, in denen Alkohol besonders riskant ist, etwa bevor du Auto fährst, bei der Arbeit oder zusammen mit Medikamenten?
  8. Denk an die letzten 12 Monate.Lässt du Hobbys, Treffen oder Pflichten ausfallen, weil du trinkst oder dich vom Trinken erholen musst?
  9. Denk an die letzten 12 Monate.Trinkst du weiter, obwohl du merkst, dass es dir schadet, zum Beispiel beim Schlaf, beim Magen, bei der Stimmung oder in Beziehungen?
  10. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du in Trinkpausen Zittern, Schwitzen, innere Unruhe oder Schlafprobleme, die nachlassen, sobald du wieder trinkst?

Deine Antworten bleiben in diesem Browser. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Grundlage: eigener Check von check-dich-selbst.de nach den Empfehlungen der DHS und den Merkmalen der ICD-10-GM, nicht wissenschaftlich validiert.

So wird ausgewertet

Der Check hat 10 Fragen. Jede Antwort bringt 0 bis 3 Punkte, zusammen sind es also 0 bis 30 Punkte. Bei den ersten beiden Fragen geht es um die Menge: an wie vielen Tagen pro Woche du trinkst und wie oft es bei einer Gelegenheit vier Gläser oder mehr (Frauen) beziehungsweise fünf Gläser oder mehr (Männer) werden. Diese Grenze ist die Definition von Rauschkonsum, die die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) verwendet [1, 3]. Die übrigen acht Fragen beschreiben Anzeichen, die bei einem Abhängigkeitssyndrom typisch sind: starkes Verlangen, Kontrollverlust, Toleranz, Trinken trotz Schäden, Vorrang vor anderen Dingen und Entzugszeichen [5]. Für sie gilt: Nie 0, Selten 1, Manchmal 2, Oft 3 Punkte.

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0 bis 3Wenige HinweiseHöchstens vereinzelte Anzeichen. Trotzdem gilt: Weniger Alkohol ist für die Gesundheit immer besser.
4 bis 9Einige HinweiseMehrere Fragen treffen zumindest manchmal zu. Ein guter Zeitpunkt, um bewusst weniger zu trinken.
10 bis 17Deutliche HinweiseViele Anzeichen kommen regelmäßig vor. Sprich mit deiner Hausarztpraxis oder einer Suchtberatung.
18 bis 30Viele HinweiseDas Muster passt zu einem problematischen Konsum. Hol dir bitte Unterstützung, gern auch zuerst anonym.

Die Grenzen sind von uns gesetzt und nicht an einer Studie geeicht. Sie folgen einer einfachen Überlegung: Wer bis 3 Punkte hat, hat höchstens drei Fragen mit "Selten" beantwortet oder eine einzige mit "Oft". Ab 10 Punkten müssen mehrere Anzeichen regelmäßig auftreten, ab 18 Punkten die Mehrheit. Die letzte Frage nach Zittern, Schwitzen oder Unruhe in Trinkpausen zeigt dir unabhängig von der Punktzahl einen Hinweis, sobald du sie nicht mit "Nie" beantwortest. Ein Alkoholentzug kann lebensgefährlich werden, mit Krampfanfällen oder einem Delir. Deshalb gehört ein Entzug in ärztliche Begleitung [6].

Was ein "Glas" ist, hängt vom Getränk ab. Rechne grob so: ein kleines Bier (0,33 Liter), ein kleines Glas Wein (0,125 Liter) oder ein doppelter Schnaps (4 Zentiliter) enthalten jeweils etwa 10 bis 13 Gramm reinen Alkohol, wenn das Bier 5, der Wein 12 und der Schnaps 40 Volumenprozent hat. Das ergibt sich aus Menge mal Alkoholgehalt mal 0,8 (die Dichte von Alkohol). Ein halber Liter Bier zählt also als gut eineinhalb Gläser.

Was der Check misst und woher er stammt

Dieser Alkohol-Check ist ein eigener Fragebogen von check-dich-selbst.de. Er ist kein wissenschaftlich validierter Test und kann keine Abhängigkeit feststellen. Er taugt dazu, dein eigenes Trinkverhalten an Merkmalen zu spiegeln, die Fachleute für wichtig halten, und dir eine grobe Richtung zu geben.

Die Fragen orientieren sich an zwei Quellen. Für die Menge haben wir die Empfehlungen der DHS genommen, vor allem die Grenze für Rauschkonsum [1, 3]. Für die übrigen Fragen haben wir die Merkmale des Abhängigkeitssyndroms aus der ICD-10-GM in eigene Alltagsfragen übersetzt. Die ICD-10-GM ist die Klassifikation, mit der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland Diagnosen verschlüsseln. Sie nennt unter anderem einen starken Wunsch nach der Substanz, Schwierigkeiten bei der Kontrolle, anhaltenden Gebrauch trotz schädlicher Folgen, den Vorrang vor anderen Aktivitäten, eine Toleranzerhöhung und manchmal ein körperliches Entzugssyndrom [5].

In Praxen und Studien kommen standardisierte Fragebögen zum Einsatz. Die Weltgesundheitsorganisation hat dafür den AUDIT entwickelt, ein Screening für riskantes und schädliches Trinken in der Hausarztversorgung [7]. Eine Kurzform mit drei Konsumfragen, der AUDIT-C, wurde 1998 an Patienten von Kliniken für US-Veteranen geprüft, Frauen waren damals ausgeschlossen [8]. Welcher Punktwert dort als auffällig gilt, hängt von Bevölkerung, Umfeld, Land und Befragungsform ab. In einer Online-Studie mit 3.720 Erwachsenen, die Hilfe beim Trinken suchten, lagen die besten Trennwerte deutlich höher als in früheren Studien mit der Allgemeinbevölkerung [9]. Deshalb haben wir keine fremden Grenzwerte übernommen.

Grenzen des Tests

Der Check beruht auf deiner Selbstauskunft. Menschen schätzen ihre Trinkmengen oft zu niedrig ein, und Umrechnungen in Gläser sind fehleranfällig. Die DHS nennt genau das als einen Grund, warum sie keine festen Grenzwerte mehr veröffentlicht [3].

Ein niedriges Ergebnis heißt nicht, dass dein Konsum unbedenklich ist. Für manche Menschen ist jede Menge Alkohol zu viel, etwa in der Schwangerschaft, bei Lebererkrankungen oder zusammen mit bestimmten Medikamenten (mehr dazu weiter unten). Umgekehrt kann ein hohes Ergebnis auch durch eine schwierige Phase entstehen, in der du mehr getrunken hast als sonst. Das Ergebnis ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Suchtberatung. Für Jugendliche ist der Check nicht gedacht: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollten nach den DHS-Empfehlungen gar keinen Alkohol trinken [1].

Wann du dir Unterstützung holen solltest

Hol dir Rat, wenn du 10 Punkte oder mehr hast, wenn dir Menschen in deiner Nähe Sorgen um dein Trinken machen oder wenn du selbst merkst, dass du weniger trinken willst und es nicht schaffst. Ein guter erster Schritt ist die Hausarztpraxis. Dort kannst du offen über Mengen sprechen, und es lassen sich Blutwerte und Blutdruck prüfen.

Frau in den Fünfzigern spricht auf dem Sofa offen mit ihrem erwachsenen Sohn
Bild: KI-generiert

Wenn du lieber anonym anfangen willst, ist die Sucht & Drogen Hotline täglich von 8 bis 24 Uhr unter 01806 313031 erreichbar. Ein Anruf kostet 0,20 Euro aus dem Festnetz und dem Mobilfunknetz. Sie ist auch für Angehörige, Freunde und Kollegen da [10]. Weitere Anlaufstellen, darunter Beratungsstellen vor Ort, findest du unter Hilfe finden.

Wie viel Alkohol ist zu viel?

Lange galt in Deutschland eine Faustregel für "risikoarmen Konsum". Gesunde Erwachsene ohne besondere Risiken sollten an einem Trinktag höchstens 24 Gramm reinen Alkohol (Männer) beziehungsweise 12 Gramm (Frauen) trinken. Diese Werte stammen aus einer Empfehlung des wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS aus dem Jahr 2008 [2].

Zwei Freunde in den Vierzigern sitzen an einem sonnigen Gartentisch mit Wasser, Zitrone und frischem Obst
Bild: KI-generiert

Im Oktober 2023 hat die DHS ihre Empfehlungen neu gefasst. Heute lautet die Kernaussage: Am besten für die Gesundheit ist es, keinen Alkohol zu trinken, und wer trinkt, sollte so wenig wie möglich trinken [1, 3]. Grundlage ist eine Auswertung von 592 Studien. Sie zeigt eine lineare Beziehung zwischen Alkoholmenge und dem Risiko, an einer alkoholbedingten Krankheit zu sterben. Menschen, die keinen Alkohol trinken, hatten das geringste Risiko, und es stieg mit jeder Menge an, auch im Bereich kleiner Mengen [2]. Für Bluthochdruck und Brustkrebs bei Frauen sind solche linearen Beziehungen ebenfalls beschrieben [2]. Die frühere Annahme, ein Glas Rotwein schütze das Herz, beruhte laut DHS vor allem auf Studien mit Fehlern: Viele der "Abstinenten" waren frühere Trinker oder hatten andere Risikofaktoren [2].

Feste Grenzwerte nennt die DHS deshalb bewusst nicht mehr. Sie wirken wie eine "sichere" Menge, werden als Empfehlung missverstanden und setzen voraus, dass man Gläser genau zählt und umrechnet [3]. Wer sich trotzdem an den alten Zahlen orientiert, sollte wissen: 12 und 24 Gramm waren schon damals als Obergrenze für gesunde Erwachsene gedacht. Nach heutigem Stand ist jede Menge darunter besser.

Klare Regeln gibt es dagegen für bestimmte Gruppen und Situationen. Laut DHS sollten diese Menschen gar keinen Alkohol trinken [1, 3]:

  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Schwangere, Stillende sowie Frauen und Männer mit Kinderwunsch
  • Menschen mit Erkrankungen der Leber, des Herz-Kreislauf-Systems oder anderer innerer Organe sowie mit neurologischen oder psychischen Erkrankungen
  • Menschen, die Schmerzmittel oder Medikamente mit Wirkung auf die Psyche nehmen oder nicht wissen, ob ihr Medikament mit Alkohol verträglich ist
  • Kinder alkoholabhängiger Eltern und Menschen mit einer Suchterkrankung

Im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz und an Maschinen sollte niemand unter Alkoholeinfluss stehen. Älteren Menschen rät die DHS ebenfalls, keinen Alkohol zu trinken, besonders wenn sie Medikamente nehmen [3].

Wie viele Menschen in Deutschland zu viel trinken

Riskantes Trinken ist weit verbreitet. Im Epidemiologischen Suchtsurvey 2024 gaben 18,2 Prozent der 18- bis 64-Jährigen an, im letzten Monat mindestens einmal bis zum Rausch getrunken zu haben, Männer mit 25,6 Prozent deutlich häufiger als Frauen mit 10,7 Prozent [4]. Nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) waren 2024 etwa 2,2 Millionen Erwachsene in dieser Altersgruppe alkoholabhängig, weitere 1,7 Millionen betrieben Missbrauch [4]. Rund 44.000 Todesfälle im Jahr werden in Deutschland auf Alkohol zurückgeführt [4].

Der Pro-Kopf-Verbrauch ist über die Jahrzehnte gesunken, von 15,1 Litern reinem Alkohol im Jahr 1980 auf 10,5 Liter im Jahr 2024, gerechnet auf alle Menschen ab 15 Jahren [4]. Umgerechnet sind das knapp 0,9 Liter reiner Alkohol pro Person und Monat.

Mehr Ideen zum Reduzieren stehen im Ratgeber Weniger Alkohol trinken.

Wie sich die Mengen auf den Körper auswirken, erklärt der Ratgeber Alkohol: Ab wann ist es zu viel?. Weil Alkohol den Blutdruck erhöhen kann, lohnt sich auch ein Blick auf deine Werte mit dem Rechner Blutdruck einordnen. Wenn neben Alkohol auch Cannabis eine Rolle spielt, hilft dir der Cannabis-Test bei der Einordnung.

  1. Fachgesellschaft Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  2. Fachgesellschaft Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol (Wissenschaftliches Kuratorium der DHS). Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS). Stand Oktober 2023. abgerufen am 27.10.2026
  3. Fachgesellschaft Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol". Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS). Stand 03.02.2026. abgerufen am 27.10.2026
  4. Behörde Alkoholkonsum in Deutschland. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Kenn dein Limit. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  5. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Block F10 bis F19: Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 2026. abgerufen am 27.10.2026
  6. Behörde Alkoholentzug. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Kenn dein Limit. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  7. Behörde AUDIT: The Alcohol Use Disorders Identification Test. Guidelines for Use in Primary Health Care, 2. Auflage. Weltgesundheitsorganisation (WHO). Stand 18.11.2001. abgerufen am 27.10.2026
  8. Studie The AUDIT alcohol consumption questions (AUDIT-C): an effective brief screening test for problem drinking. Bush, Kivlahan, McDonell, Fihn, Bradley; Archives of Internal Medicine 158 (16): 1789 bis 1795. Stand 1998. abgerufen am 27.10.2026
  9. Studie Validation of the AUDIT-C in adults seeking help with their drinking online. Khadjesari u. a.; Addiction Science & Clinical Practice. Stand 2017. abgerufen am 27.10.2026
  10. Behörde Sucht & Drogen Hotline. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  11. Behörde Im Limit bleiben. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Kenn dein Limit. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026

Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.

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