TestsSelbsttest

Cannabis-Test: Wie riskant ist dein Konsum?

Der Cannabis-Check stellt dir 10 Fragen zu den letzten 12 Monaten: wie oft du konsumierst, ob du die Kontrolle behältst und welche Folgen der Konsum für dich hat. Je mehr Punkte, desto mehr Anzeichen für einen riskanten Konsum. Eine Diagnose ist das nicht, aber ein Anlass, mit deiner Hausarztpraxis oder einer Suchtberatung zu sprechen.

Selbsttest

Cannabis-Check

10 Fragen · 1 Zusatzfrage · etwa 3 Minuten · letzte 12 Monate

  1. Denk an die letzten 12 Monate.Wie oft hast du Cannabis konsumiert?
  2. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du am Ende mehr oder länger gekifft, als du dir vorher vorgenommen hattest?
  3. Denk an die letzten 12 Monate.Hattest du ein so starkes Verlangen nach Cannabis, dass es dir schwerfiel, an etwas anderes zu denken?
  4. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du gemerkt, dass du mehr brauchst als früher, bis die gewohnte Wirkung eintritt?
  5. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du dir Regeln für deinen Konsum gesetzt, zum Beispiel nur am Wochenende oder nie vor Terminen, und sie dann gebrochen?
  6. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du Hobbys, Sport oder Treffen mit Menschen ohne Cannabis aufgegeben oder verschoben, weil dir das Kiffen wichtiger war?
  7. Denk an die letzten 12 Monate.Gab es wegen deines Konsums Streit oder Ärger in der Familie, in der Partnerschaft, in der Ausbildung oder im Job?
  8. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du weitergekifft, obwohl du gemerkt hast, dass es deiner Stimmung, deinem Antrieb, deinem Schlaf oder deinen Beziehungen schadet?
  9. Denk an die letzten 12 Monate.Hast du dich ans Steuer gesetzt (Auto, Motorrad, E-Scooter), obwohl du in den Stunden davor gekifft hattest?
  10. Denk an die letzten 12 Monate.Warst du in Tagen ohne Cannabis gereizt, unruhig oder niedergeschlagen, hast schlecht geschlafen oder kaum Appetit gehabt?
  11. Denk an die letzten 12 Monate.Hattest du während oder nach dem Konsum beängstigende Erlebnisse, etwa das Gefühl, verfolgt zu werden, oder hast du Stimmen gehört oder Dinge gesehen, die andere nicht wahrnehmen? (Diese Frage zählt nicht zur Punktzahl.)

Deine Antworten bleiben in diesem Browser. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Grundlage: eigener Check von check-dich-selbst.de nach den Merkmalen einer Cannabisabhängigkeit aus der CaPRis-Studie, nicht wissenschaftlich validiert.

So wird ausgewertet

Der Cannabis-Test hat 10 Fragen über die letzten 12 Monate. Jede Antwort bringt 0 bis 3 Punkte, zusammen sind es 0 bis 30 Punkte. Die erste Frage gilt der Häufigkeit: Seltener als einmal im Monat zählt 0 Punkte, ein- bis dreimal im Monat 1 Punkt, ein- bis viermal pro Woche 2 Punkte und fast täglich oder täglich 3 Punkte. Sieben Fragen beschreiben Anzeichen, die Fachleute einer Cannabisabhängigkeit zuordnen: starkes Verlangen, verminderte Kontrolle über den Konsum, Toleranz, die Vernachlässigung anderer Interessen, Konsum trotz schädlicher Folgen und Entzugssymptome beim Absetzen [1]. Zwei weitere Fragen betreffen Ärger in Familie, Partnerschaft oder Job und das Fahren nach dem Konsum. Für alle Fragen außer der ersten gilt: Nie 0, Selten 1, Manchmal 2, Oft 3 Punkte.

PunkteEinordnungWas das bedeutet
0 bis 4Wenige HinweiseHöchstens vereinzelte Anzeichen. Auch gelegentlicher Konsum ist nicht ohne Risiko, etwa im Straßenverkehr.
5 bis 10Einige HinweiseMehrere Anzeichen kommen zumindest selten vor. Ein guter Zeitpunkt, um genauer auf Anlässe und Mengen zu schauen.
11 bis 20Deutliche HinweiseViele Anzeichen treten regelmäßig auf. Sprich mit deiner Hausarztpraxis oder einer Suchtberatung.
21 bis 30Viele HinweiseDas Muster passt zu einem problematischen Konsum. Hol dir Unterstützung, gern zuerst anonym.

Die Grenzen sind von uns gesetzt und folgen der Antwortskala. Wer 10 Punkte hat, hat im Schnitt jede Frage mit "Selten" beantwortet, wer 20 Punkte hat, im Schnitt mit "Manchmal". Bis 4 Punkte entsprechen zum Beispiel vier Fragen mit "Selten", zwei mit "Manchmal" oder einer mit "Oft" und einer mit "Selten". An einer Stichprobe geeicht sind die Grenzen nicht, und einen Vergleich mit anderen Menschen gibt es deshalb nicht.

Zwei Antworten bekommen einen eigenen Hinweis, egal wie hoch deine Punktzahl ist. Wenn du nach dem Kiffen gefahren bist, erinnert dich das Ergebnis an die Regeln im Straßenverkehr. Am Ende steht eine elfte Frage, die nicht mitzählt. Sie fragt nach beängstigenden Erlebnissen wie dem Gefühl, verfolgt zu werden, oder nach Stimmen, die andere nicht hören. Cannabiskonsum erhöht das Risiko für Psychosen, bei denen Halluzinationen und Wahnvorstellungen auftreten können [1, 9]. Wer solche Erlebnisse kennt, sollte sie ärztlich abklären lassen, auch wenn der Gesamtwert niedrig ist.

Was der Check misst

Dieser Cannabis-Check ist ein eigener Fragenkatalog von check-dich-selbst.de und kein wissenschaftlich validierter Fragebogen. Er kann keine Abhängigkeit feststellen. Er taugt dazu, deinen Konsum an Merkmalen zu spiegeln, die in der Forschung als wichtig gelten, und dir eine grobe Richtung zu geben. Fragen aus standardisierten Fragebögen, wie sie in Praxen und Studien eingesetzt werden, übernimmt er nicht.

Die Merkmale stammen aus der Studie "Cannabis: Potential und Risiken" (CaPRis), die das Bundesgesundheitsministerium gefördert hat. Ein Team um Eva Hoch und Miriam Schneider hat dafür mehr als 2.000 Studien gesichtet. Nach dieser Auswertung entwickeln etwa 9 Prozent aller Menschen, die Cannabis konsumieren, eine Abhängigkeit. Beginnt der Konsum im Jugendalter, steigt der Anteil auf 17 Prozent, bei täglichem Gebrauch auf 25 bis 50 Prozent. Als besondere Risikofaktoren nennt die Studie männliches Geschlecht, ein junges Alter beim ersten Konsum, die Häufigkeit des Konsums und den gleichzeitigen Tabakkonsum [1]. Deshalb fragt der Check zuerst nach der Häufigkeit.

Die Frage nach dem Entzug hat einen guten Grund. Eine Auswertung von Studien mit über 23.000 Menschen, die regelmäßig oder abhängig Cannabis konsumierten, fand bei 47 Prozent Entzugssymptome. In ambulanten Behandlungen lag der Anteil bei 54 Prozent, in Stichproben aus der Allgemeinbevölkerung bei 17 Prozent. Häufiger waren die Symptome bei täglichem Konsum und bei gleichzeitigem Tabakkonsum [8]. Zu den Symptomen zählen Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, gedrückte Stimmung, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Sie beginnen oft etwa 12 Stunden nach dem letzten Konsum, sind nach 2 bis 3 Tagen am stärksten und halten bis zu 7 Tage an [6].

Grenzen des Tests

Der Check beruht auf deiner Selbstauskunft und deiner Erinnerung an ein ganzes Jahr. Wie stark das Cannabis war, das du konsumiert hast, erfasst er nicht. Das ist eine Lücke, denn in einer europäischen Studie mit Menschen, die erstmals an einer Psychose erkrankt waren, und Vergleichspersonen hatte täglicher Konsum etwa dreifach erhöhte Chancen auf eine psychotische Störung, täglicher Konsum von Sorten mit hohem THC-Gehalt fast fünffach erhöhte [7].

Ein niedriges Ergebnis heißt nicht, dass dein Konsum unbedenklich ist. Unmittelbar nach dem Konsum können Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen beeinträchtigt sein, und Cannabis erhöht das Risiko für Verkehrsunfälle [1]. Konzentration sowie Raum- und Zeitempfinden können bis zu 24 Stunden gestört sein [6]. Angst, Panikgefühle oder Filmrisse sind schon beim ersten Konsum möglich [9]. Umgekehrt kann ein hoher Wert auch aus einer schwierigen Phase stammen, die inzwischen vorbei ist.

Der Check ist für Erwachsene gedacht. Für Menschen unter 18 Jahren bleibt der Umgang mit Cannabis in Deutschland verboten [3].

Wann du dir Unterstützung holen solltest

Hol dir Rat, wenn du 11 Punkte oder mehr hast, wenn du schon mehrmals vergeblich versucht hast, weniger zu kiffen, oder wenn Menschen in deiner Nähe sich Sorgen machen. Ein guter erster Schritt ist die Hausarztpraxis. Dort kannst du auch über Schlafprobleme oder Stimmungstiefs sprechen, die beim Aufhören auftreten können.

Mann Mitte zwanzig spricht in einem hellen Beratungsraum bei einer Tasse Tee mit einer Suchtberaterin
Bild: KI-generiert

Wenn du lieber anonym anfangen willst, erreichst du die Sucht & Drogen Hotline täglich von 8 bis 24 Uhr unter 01806 313031. Ein Anruf kostet 0,20 Euro aus dem Festnetz und dem Mobilfunknetz. Weitere Anlaufstellen stehen auf der Seite Hilfe finden. Online bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf seinem Portal drugcom.de das Programm "Quit the Shit" an. Kern ist ein Konsumtagebuch über vier Wochen, das Ziel wählst du selbst: weniger konsumieren oder aufhören. Die Teilnahme ist kostenlos und anonym [10].

Was das Cannabisgesetz seit April 2024 erlaubt

Seit dem 1. April 2024 gilt das Konsumcannabisgesetz (KCanG). Die Angaben hier geben den Stand vom 28.10.2026 wieder. Erwachsene dürfen unterwegs bis zu 25 Gramm Cannabis zum Eigenkonsum besitzen, an ihrem Wohnsitz bis zu 50 Gramm und bis zu drei lebende Pflanzen [3]. Verboten ist der Konsum in unmittelbarer Gegenwart von Menschen unter 18 Jahren. In der Öffentlichkeit gilt ein Konsumverbot unter anderem in Schulen, auf Kinderspielplätzen, in Kinder- und Jugendeinrichtungen und in öffentlich zugänglichen Sportstätten sowie in deren Sichtweite. Außerhalb der Sichtweite ist man, wenn mehr als 100 Meter zum Eingang liegen. In Fußgängerzonen ist der Konsum zwischen 7 und 20 Uhr verboten [3]. Das Gesetz sieht eine Evaluation vor, deren umfassender Bericht bis zum 1. April 2028 vorliegen soll [3].

Mann in den Dreißigern schließt am Morgen in einer ruhigen Wohnstraße sein Fahrrad neben einem geparkten Auto auf
Bild: KI-generiert

Für den Straßenverkehr gilt eine eigene Grenze. Wer mit 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum oder mehr ein Kraftfahrzeug führt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer dabei zusätzlich Alkohol trinkt oder unter Alkoholwirkung fährt, muss mit einer höheren Geldbuße rechnen [4]. In der Probezeit und vor dem 21. Geburtstag ist beides ganz verboten: Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf dann weder Alkohol noch THC zu sich nehmen und nicht unter deren Wirkung fahren [5]. Ausgenommen ist, wenn der Wirkstoff aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammt [4].

Warum Menschen kiffen und wie verbreitet es ist

Im Epidemiologischen Suchtsurvey 2024 gaben 9,8 Prozent der befragten Erwachsenen an, in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2012 waren es 4,6 Prozent. Der Anstieg seit 2021, als der Wert bei 8,8 Prozent lag, ist statistisch nicht signifikant. Von denen, die konsumierten, taten es 16,2 Prozent täglich oder fast täglich [2].

Gefragt wurde auch nach den Gründen. Etwa zwei Drittel nannten Rausch und Spaß. 61 Prozent kifften zum Stressabbau und zur Entspannung, unter regelmäßig Konsumierenden fast 88 Prozent. 58 Prozent wollten besser schlafen, und 32 Prozent nutzten Cannabis, um mit Depressionen oder Angst umzugehen [2]. Wenn du vor allem zum Einschlafen kiffst, findest du im Ratgeber Einschlafprobleme andere Wege. Mehr über die Folgen für Psyche und Gedächtnis steht im Ratgeber Cannabis: Risiken für Psyche und Gedächtnis.

68,2 Prozent mischten Cannabis mit Tabak [2]. Tabak gilt als Risikofaktor für eine Cannabisabhängigkeit [1]. Wie stark du an Nikotin gebunden bist, zeigt dir der Nikotintest. Wenn auch Alkohol eine Rolle spielt, hilft der Alkohol-Test beim Einordnen.

  1. Behörde Ergebnisse der CaPRis-Studie. Cannabis: Potential und Risiken. Eine wissenschaftliche Analyse (Kurzfassung; Studie von Hoch E, Schneider M u. a.). Bundesministerium für Gesundheit. Stand 01/2018. abgerufen am 28.10.2026
  2. Studie Bisher keine Auswirkungen der Cannabislegalisierung auf Konsumhäufigkeit feststellbar (Bericht über die Auswertung des Epidemiologischen Suchtsurveys 2024 "Cannabiskonsum vor und nach der Teillegalisierung"). Deutsches Ärzteblatt. Stand 14.11.2025. abgerufen am 28.10.2026
  3. Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis (Konsumcannabisgesetz, KCanG), §§ 2, 3, 5, 43. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand 27.03.2024, zuletzt geändert 22.10.2026. abgerufen am 28.10.2026
  4. Gesetz Straßenverkehrsgesetz (StVG), § 24a 0,5-Promille-Grenze, THC-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 28.10.2026
  5. Gesetz Straßenverkehrsgesetz (StVG), § 24c Alkohol- und Cannabisverbot für Fahranfänger und Fahranfängerinnen. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Stand aktuelle Fassung. abgerufen am 28.10.2026
  6. Studie Marihuana (Cannabis) (MSD Manual, Ausgabe für medizinische Fachkreise). O'Malley GF, O'Malley R, MSD Manuals. Stand 04/2025. abgerufen am 28.10.2026
  7. Studie The contribution of cannabis use to variation in the incidence of psychotic disorder across Europe (EU-GEI): a multicentre case-control study. Lancet Psychiatry 6(5):427 bis 436. Di Forti M, Quattrone D, Freeman TP u. a.. Stand 2019. abgerufen am 28.10.2026
  8. Studie Prevalence of Cannabis Withdrawal Symptoms Among People With Regular or Dependent Use of Cannabinoids: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Network Open 3(4):e202370. Bahji A, Stephenson C, Tyo R, Hawken ER, Seitz DP. Stand 2020. abgerufen am 28.10.2026
  9. Behörde Cannabis: Legal, aber echt risky. 6 Fakten zu Wirkung und Risiken von Cannabis. Bundesministerium für Gesundheit. Stand 05/2024. abgerufen am 28.10.2026
  10. Behörde Quit the Shit. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), drugcom.de. Stand o. J.. abgerufen am 28.10.2026

Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.

Passt dazu

  • Tests Soziale Angst testen

    Test auf soziale Angst als eigener Check: 12 Aussagen zu Bewertungsangst, Vermeiden und Grübeln im letzten halben Jahr.

  • Tests Panikattacken-Test

    Der Panikattacken-Test nutzt das Panikmodul des PHQ: 15 Ja-Nein-Fragen zu Angstanfällen der letzten vier Wochen, ausgewertet …

  • Tests Kaufsucht-Test

    Kaufsucht-Test als eigener Check: 12 Fragen zu Kaufdrang, Kontrolle, Gefühlen und Geldfolgen in den letzten 12 Monaten.

  • Ratgeber Mit dem Rauchen aufhören

    Rauchen aufhören mit Plan: Schlusspunkt oder schrittweise, Tipps gegen Verlangen, Telefonberatung, Nikotinersatz und was die …