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Nikotinabhängigkeit-Test: Wie stark hält dich das Nikotin fest?
Der Nikotin-Check stellt dir 10 Fragen zu Verlangen, Entzugszeichen, Kontrolle und Folgen deines Rauchens oder Dampfens. Je mehr Punkte, desto mehr Merkmale einer Nikotinabhängigkeit finden sich in deinen Antworten. Das Ergebnis ist keine Diagnose, hilft dir aber einzuschätzen, wie viel Unterstützung ein Rauchstopp braucht.
Selbsttest
Nikotin-Check
10 Fragen · etwa 3 Minuten · letzte 12 Monate
Deine Antworten bleiben in diesem Browser. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Grundlage: eigener Check von check-dich-selbst.de nach den Kriterien der ICD-10 für Tabakabhängigkeit, nicht wissenschaftlich validiert.
So wird ausgewertet
Der Check hat 10 Fragen, und jede Antwort bringt 0 bis 3 Punkte: Nie 0, Selten 1, Manchmal 2, Oft 3. Zusammen sind es 0 bis 30 Punkte. Die Fragen gelten für Zigaretten, Zigarren und Pfeife genauso wie für E-Zigaretten und Tabakerhitzer. Die Liquids von E-Zigaretten enthalten meist Nikotin, und die typischen Zeichen einer Abhängigkeit können dort ebenso auftreten [1].
| Punkte | Einordnung | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| 0 bis 5 | Wenige Merkmale | Das Nikotin hat dich nach deinen Antworten eher wenig im Griff. |
| 6 bis 12 | Einige Merkmale | Verlangen und Gewohnheit spielen schon eine Rolle. Ein Plan für den Ausstieg lohnt sich. |
| 13 bis 20 | Deutliche Merkmale | Viele Zeichen einer Abhängigkeit kommen regelmäßig vor. Beratung und Hilfsmittel erhöhen deine Chancen. |
| 21 bis 30 | Starke Merkmale | Die meisten Zeichen treffen häufig zu. Hol dir für den Rauchstopp gezielt Unterstützung. |
Die Grenzen haben wir selbst festgelegt, eine Studie dazu gibt es nicht. Wer bis 5 Punkte hat, hat höchstens wenige Fragen mit "Selten" oder "Manchmal" beantwortet. In der obersten Stufe müssen die meisten Fragen mit "Oft" beantwortet sein. Die Mitte haben wir ungefähr gleichmäßig geteilt. Das Ergebnis zählt also Merkmale. Ob eine Abhängigkeit im medizinischen Sinn vorliegt, kann nur eine Ärztin oder ein Arzt feststellen.
Was der Check misst und woher er stammt
Der Nikotin-Check ist ein eigener Fragebogen von check-dich-selbst.de. Er ist nicht wissenschaftlich validiert und ersetzt keine ärztliche Einschätzung. Er hilft dir, dein Rauchverhalten an den Merkmalen zu messen, mit denen Fachleute eine Tabakabhängigkeit beschreiben, und daraus abzuleiten, wie viel Unterstützung du beim Aufhören brauchst.
Grundlage sind die Kriterien der ICD-10. Ärztinnen und Ärzte verschlüsseln Störungen durch Tabak unter F17 [5]. Zum Abhängigkeitssyndrom gehören ein starker Wunsch nach der Substanz, Schwierigkeiten bei der Kontrolle, anhaltender Konsum trotz schädlicher Folgen, der Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen, eine Toleranzerhöhung und manchmal ein körperliches Entzugssyndrom [5]. Als tabakabhängig gilt, wer in den letzten zwölf Monaten gleichzeitig mindestens drei von sechs dieser Kriterien erfüllt [1]. Jede Frage im Check greift eines dieser Merkmale in Alltagssprache auf. Dazu kommen Fragen zu festen Ritualen und zur Planung des Vorrats, weil die psychische Seite der Abhängigkeit vielen Rauchenden erst beim Aufhören bewusst wird [1].
Bekannter ist der Fagerström-Test. Er wurde 1991 als überarbeitete Fassung eines älteren Fragebogens an 254 Rauchenden geprüft [7]. Die deutsche Fassung ist ein Verlagstest, den nur Fachleute mit Nachweis beziehen können [8]. Wir verwenden deshalb weder seine Fragen noch seine Punktwerte. Wenn du in einer Raucherberatung sitzt, kann es gut sein, dass du ihn dort ausfüllst. Auch das BIÖG nennt ihn als eine Möglichkeit, die eigene Abhängigkeit einzuschätzen [1].
Grenzen des Tests
Der Check fragt nach deinem Gefühl und deinen Gewohnheiten. Wie viel Nikotin du tatsächlich aufnimmst, misst er nicht. Wer seit Kurzem wenig raucht, kann trotzdem viele Punkte haben, wenn das Verlangen stark ist. Umgekehrt unterschätzen manche ihre Abhängigkeit, solange sie nie versucht haben aufzuhören. Mehrere Fragen setzen voraus, dass du schon einmal eine Pause gemacht hast.
Auch ein niedriges Ergebnis heißt nicht, dass Rauchen für dich harmlos ist. Das gesundheitliche Risiko entsteht durch den Tabakkonsum, egal wie abhängig du dich fühlst. Wenn du schwanger bist, eine Herz- oder Lungenerkrankung hast oder noch nicht volljährig bist, kannst du dich beim Rauchstopp zusätzlich beraten lassen, zum Beispiel in deiner Praxis oder bei der Telefonberatung des BIÖG [4].
Wann du dir Unterstützung holen solltest
Unterstützung lohnt sich bei jedem Ergebnis, sobald du aufhören möchtest. Ab etwa 13 Punkten ist sie besonders sinnvoll, weil starke Entzugszeichen und festes Verlangen einen Ausstieg allein schwer machen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bietet eine kostenfreie Telefonberatung zum Rauchstopp an. Auf Wunsch ruft sie dich während der Ausstiegsphase bis zu fünfmal zurück und hilft auch nach einem Rückfall weiter [4]. Weitere Anlaufstellen findest du unter Hilfe finden.
Deine Hausarztpraxis ist ebenfalls eine gute Adresse. Dort kannst du klären, ob für dich Nikotinersatz oder ein Medikament infrage kommt, und ob Vorerkrankungen dagegen sprechen.
Wie Nikotin abhängig macht
Für die körperliche Abhängigkeit ist vor allem das Nikotin verantwortlich. Es wird über die Lunge aufgenommen und gelangt über den Blutkreislauf ins Gehirn [1]. Typische Zeichen sind Unruhe, wenn keine Zigaretten mehr da sind, ein starker Drang zu rauchen, Entzugserscheinungen nach einem Rauchstopp und das Vor- oder Nachrauchen vor Situationen, in denen Rauchen nicht geht [1]. Viele rauchen weiter, obwohl sie schon Atemprobleme bemerken [1].

Die psychische Abhängigkeit ist schwerer zu greifen. Die Zigarette gehört zum Kaffee, zur Pause, zum Telefonat oder zum Feierabend. Sie hilft beim Abschalten oder gibt den Händen etwas zu tun. Viele dieser Funktionen sind Rauchenden gar nicht bewusst und fallen ihnen erst während der Entwöhnung auf [1].
Wer aufhört, muss mit Entzugserscheinungen rechnen. Das BIÖG nennt starkes Rauchverlangen, Nervosität, Gereiztheit, Schlafstörungen, mehr Appetit, schlechte oder depressive Stimmung, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme [2]. Diese Beschwerden werden in der Regel nach einigen Tagen bis Wochen deutlich schwächer und klingen nach einigen Wochen ab [2].
Welche Hilfen beim Aufhören es gibt
Das BIÖG stellt auf seinem Portal rauchfrei-info.de mehrere Wege vor [3]. Viele Angebote, auch das Rauchfrei-Gruppenprogramm, beruhen auf kognitiver Verhaltenstherapie, deren Wirksamkeit in mehreren Studien belegt ist. Eine Teilnahme an diesem Gruppenprogramm erhöht laut BIÖG die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp [3]. Bei starker körperlicher Abhängigkeit empfiehlt das BIÖG Nikotinersatz wie Pflaster oder Kaugummi. Sie geben Nikotin langsamer ab als Zigaretten, aber sicherer, und mildern die Entzugszeichen [3]. Daneben gibt es Medikamente mit den Wirkstoffen Bupropion, Vareniclin und Cytisin, die das Verlangen und die Entzugsbeschwerden abschwächen sollen. Ob eines davon für dich passt, klärst du in der Praxis [3].

Für Hypnose und Akupunktur beschreibt das Portal nur den Ablauf und macht keine Aussage zur Wirksamkeit [3].
Warum sich der Ausstieg lohnt
Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Nach dem Tabakatlas Deutschland 2025 starben 2023 in Deutschland etwa 131.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, das sind 13,7 Prozent aller Todesfälle [6]. Fast jede fünfte Krebserkrankung geht auf das Rauchen zurück, 2022 waren es rund 88.000 Neuerkrankungen [6]. Mehr als jeder vierte Erwachsene raucht [6]. Unter jungen Menschen sind E-Zigaretten verbreitet: Fast 8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen und etwa 15 Prozent der 18- bis 25-Jährigen haben in den letzten 30 Tagen eine genutzt [6].
Wie du den Ausstieg planst und was bei einem Rückfall hilft, steht im Ratgeber Mit dem Rauchen aufhören. Was mit Toleranz bei einer Sucht gemeint ist, erklärt das Glossar unter Toleranz. Wenn du neben dem Rauchen regelmäßig trinkst, kann auch der Alkohol-Test aufschlussreich sein. Welche Krebsfrüherkennung dir zusteht, zeigt der Krebsvorsorge-Check.
- Behörde Abhängigkeit. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), rauchfrei-info.de. Stand 06.02.2025. abgerufen am 27.10.2026
- Behörde Bei Entzugserscheinungen. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), rauchfrei-info.de. Stand 12.03.2025. abgerufen am 27.10.2026
- Behörde Methoden zum Rauchstopp. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), rauchfrei-info.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Behörde Telefonberatung. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), rauchfrei-info.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Behörde ICD-10-GM Version 2026, Block F10 bis F19: Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 2026. abgerufen am 27.10.2026
- Studie Jeder siebte Todesfall ist eine Folge des Rauchens: neuer Tabakatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums erschienen (Pressemitteilung Nr. 49). Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Deutsche Krebshilfe. Stand 02.09.2025. abgerufen am 27.10.2026
- Studie The Fagerström Test for Nicotine Dependence: a revision of the Fagerström Tolerance Questionnaire. Heatherton, Kozlowski, Frecker, Fagerström; British Journal of Addiction 86 (9): 1119 bis 1127. Stand 1991. abgerufen am 27.10.2026
- FTNA: Fagerström-Test für Nikotinabhängigkeit. Hogrefe Verlag (Bleich, Havemann-Reinecke, Kornhuber). Stand 1. Auflage 2002. abgerufen am 27.10.2026
Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.
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