Depression: Was der Begriff in der Medizin bedeutet

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, bei der gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit oder Antriebsmangel mindestens zwei Wochen lang anhalten und Denken und Handeln überschatten. Etwa 16 bis 20 von 100 Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens daran. Sie ist gut behandelbar, vor allem mit Psychotherapie und Medikamenten.

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, bei der traurige Gefühle und negative Gedanken anhalten und das ganze Denken und Handeln überschatten [1]. Darin unterscheidet sie sich von einem vorübergehenden Stimmungstief. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt sie als häufige psychische Erkrankung [2].

Woran Fachleute eine Depression erkennen

Fachleute unterscheiden drei Hauptsymptome: gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit mit wenig Interesse an Dingen, die vorher wichtig waren, und Antriebsmangel mit schneller Erschöpfung. Dazu kommen Nebensymptome wie schlechte Konzentration, geringes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, innere Unruhe, Hoffnungslosigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Gedanken an den Tod. Halten mehrere Haupt- und Nebensymptome zwei Wochen oder länger an, stellen Ärztinnen und Psychotherapeuten eine Depression fest [1]. Eine einzelne Phase heißt depressive Episode. Kommt nach einer überstandenen Episode eine weitere, sprechen Fachleute von einer wiederkehrenden (rezidivierenden) Depression [2]. Halten die Beschwerden länger als zwei Jahre an, gilt die Depression als chronisch [1]. Wechseln sich depressive Phasen mit Phasen ungewöhnlich gehobener Stimmung ab, handelt es sich um eine bipolare Störung [2].

Wie häufig Depressionen sind

Etwa 16 bis 20 von 100 Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Depression, viele schon vor dem 30. Geburtstag. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, ältere Menschen häufiger als jüngere [1]. In der bundesweiten Studie zur Gesundheit Erwachsener (DEGS) hatten innerhalb von zwölf Monaten 8,2 Prozent der Erwachsenen eine unipolare Depression. Das entspricht rund 5,3 Millionen Menschen in Deutschland [3]. Weltweit betrifft eine Depression nach Schätzung der WHO 5,2 Prozent der Erwachsenen [2].

Die Ursachen sind nicht bei allen gleich. Vermutlich wirken erbliche Veranlagung, belastende Erlebnisse, andere Erkrankungen und schwierige Lebensumstände zusammen [1]. Mehr als die Hälfte der Betroffenen hat zusätzlich weitere Erkrankungen, etwa Angststörungen, Suchterkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes [1].

Behandlung und erste Schritte

Die wichtigsten Behandlungen sind Psychotherapie und Medikamente, einzeln oder kombiniert [1]. Bei einer leichten Depression sind Medikamente laut WHO meist nicht nötig [2]. Etwa die Hälfte der Behandelten spürt nach drei bis sechs Monaten eine deutliche Besserung [1]. Die erste Anlaufstelle ist für die meisten Menschen die Hausarztpraxis [1].

Die Nationale VersorgungsLeitlinie zählt noch weitere Möglichkeiten auf, die je nach Schweregrad und Phase der Erkrankung einzeln oder zusammen eingesetzt werden. Dazu gehören Hilfe zur Selbsthilfe mit Informationen über die Erkrankung und Gesprächsangeboten, auch online, außerdem Ergo- und Soziotherapie sowie Sport- und Bewegungstherapie oder Lichttherapie als unterstützende Maßnahmen [3].

Einen ersten Anhaltspunkt gibt der Depressions-Test mit dem PHQ-9. Woran du eine Depression im Alltag erkennst, beschreibt der Ratgeber Depression erkennen.

  1. Behörde Depression. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 13.12.2023. abgerufen am 28.10.2026
  2. Behörde Depressive disorder (depression), Fact sheet. World Health Organization (WHO). Stand 11.09.2026. abgerufen am 28.10.2026
  3. Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Langfassung Version 3.2. BÄK, KBV, AWMF (NVL-Programm). Stand 2022. abgerufen am 28.10.2026

Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.

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  • Depressive Episode

    Eine depressive Episode ist eine Phase von mindestens zwei Wochen mit gedrückter Stimmung oder Freudlosigkeit.

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