Psychiater: Was der Begriff bedeutet
Ein Psychiater ist ein Arzt mit einer Facharztweiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie. Er erkennt und behandelt psychische Erkrankungen, prüft dabei auch körperliche Ursachen und darf Medikamente verordnen. Meist kombiniert er Medikamente mit Psychotherapie.
Ein Psychiater ist ein Arzt, der sich nach dem Medizinstudium auf die Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen spezialisiert hat. Die genaue Bezeichnung lautet heute Fachärztin oder Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie [1, 2]. Das Fachgebiet Psychiatrie befasst sich mit Diagnostik, Behandlung, Vorbeugung und Rehabilitation psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß "Seelenheilkunde" [1].
Was ein Psychiater macht
Psychiaterinnen und Psychiater untersuchen und behandeln Störungen von Gefühlen, Denken, Stimmung, Antrieb und Gedächtnis sowie von Erleben und Verhalten [1]. Weil sie Ärzte sind, prüfen sie auch körperliche Ursachen, etwa Erkrankungen des Gehirns, und dürfen Medikamente verordnen [1]. In der Behandlung kombinieren sie meist Medikamente und Psychotherapie, ergänzend kann eine Soziotherapie hinzukommen [1]. Bei mittelschweren und schweren Erkrankungen werden Medikamente und Psychotherapie meist zusammen eingesetzt, bei leichteren steht oft die Psychotherapie allein im Vordergrund [1]. Welche Behandlung gewählt wird, hängt von der Erkrankung und von deinen Wünschen ab [1]. Fachärztinnen und Fachärzte können außerdem eine Einweisung ins Krankenhaus ausstellen [3].
Depressionen und Angststörungen machen einen Großteil der Diagnosen bei Krankheitstagen und Frühberentungen aus [1]. Innerhalb des Fachs gibt es Spezialgebiete, etwa die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Gerontopsychiatrie für ältere Menschen und die forensische Psychiatrie [1]. Psychiaterinnen und Psychiater gehen meist davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken, etwa erbliche Veranlagung, körperliche Erkrankungen, belastende Lebensereignisse und Konflikte mit anderen Menschen. Sie betrachten deshalb die seelische, die körperliche und die soziale Seite einer Erkrankung [1].
Weg zum Facharzt
Nach Medizinstudium und Staatsexamen folgt eine fünfjährige Weiterbildung. Vier Jahre davon entfallen auf Psychiatrie und Psychotherapie in der Klinik, ein Jahr auf die stationäre Neurologie [1]. Weil die Psychotherapie fester Teil dieser Weiterbildung ist, zählen Psychiater zu den ärztlichen Psychotherapeuten. Die Weiterbildung enthält bereits die Ausbildung in einem Verfahren, das die Krankenkassen bezahlen [2]. Ärztinnen und Ärzte anderer Fachrichtungen können eine in der Regel dreijährige Zusatz-Weiterbildung in Psychotherapie machen und dann ebenfalls psychotherapeutisch behandeln [2].
Psychiater, Psychologe, Psychotherapeut: der Unterschied
Die drei Begriffe werden oft verwechselt. Ein Psychologe hat Psychologie studiert. Er darf weder körperlich untersuchen noch Medikamente verordnen [1]. Ein Psychologiestudium allein berechtigt auch nicht dazu, Psychotherapie anzubieten [2]. Dafür braucht es eine Approbation, wie sie der Psychologische Psychotherapeut hat. Nichtärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten dürfen ebenfalls keine Medikamente verschreiben [2]. Der Psychiater dagegen ist Arzt. Er kann körperliche Ursachen erfassen und Medikamente verordnen [1].
Wer nicht weiß, wohin, kann mit der Hausarztpraxis beginnen, sie ist oft die erste Ansprechperson [3]. Wie das Gespräch dort abläuft, erklärt der Ratgeber Mit psychischen Problemen zum Hausarzt. Mehr zu den Behandlungsformen steht im Eintrag Psychotherapie.
- Organisation Psychiatrie (Begriffe). Neurologen und Psychiater im Netz (Monks Ärzte im Netz GmbH, fachlich unterstützt von Prof. Dr. med. Sabine C. Herpertz, DGPPN). Stand o. J.. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Psychotherapie: Ein Überblick. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand 28.04.2026. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Wege zur Psychotherapie: Wen kann ich um Rat fragen?. Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Stand 12.08.2021. abgerufen am 28.10.2026
Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.
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Psychologischer Psychotherapeut
Ein Psychologischer Psychotherapeut behandelt mit Psychotherapie, hat eine Approbation und verschreibt keine Medikamente.
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Ratgeber Weniger Alkohol trinken
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